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Mineralien und Spurenelemente – lebensnotwendige Bausteine beim Fasten

Auf Mineralien und Spurenelemente kann unser Körper zu keinem Zeitpunkt verzichten. Mangelt es an ihnen, würden viele Stoffwechselvorgänge nicht funktionieren. Und gerade beim Fasten brauchen wir diese Stoffwechselvorgänge zum Abtransport und zur Reinigung.

Beispielsweise ein Mangel an dem Spurenelement Eisen bleibt nicht folgenlos. Müdigkeit, Leistungsabfall und Blässe können erste Symptome sein. Eisenmangelanämie, also die Blutarmut durch Eisenmangel kann entstehen, wenn dem Körper nicht ausreichend Eisen zugeführt wird. Haben wir nicht genügend von dem Mineralstoff Magnesium im Körper, drohen schmerzhafte Wadenkrämpfe.

Was ist ein Spurenelement und was ein Mineralstoff?

Als Spurenelemente werden Mineralstoffe bezeichnet, die in unserem Körper sozusagen nur in Spuren vorkommen – per wissenschaftlicher Definition unter 50 mg pro Kilogramm im Körper.

Alle anderen Mineralien mit über 50 mg pro kg Körpergewicht werden als Mengenelemente bezeichnet, aber in der Umgangssprache Mineralstoffe genannt. Spurenelemente werden zum Beispiel als Bausteine von Enzymen benötigt. Enzyme beschleunigen alle biochemischen Vorgänge im Körper.

Bestimmte Mineralstoffe dienen unter anderem in Form von Basen dazu, den leicht basischen Blut-pH-Wert von ca. 7,4 zu halten. Schon eine Abweichung des Blut-pH-Wertes um 0,05 und mehr kann lebensgefährlich werden.

Der Körper ist nicht in der Lage, die lebensnotwendigen Mineralstoffe und Spurenelemente selbst herzustellen. Wir müssen sie folglich mit der Nahrung aufnehmen. Dies geschieht in ausreichendem Maß nur durch eine vollwertige, ausgewogene Ernährung – sprich Vollkornmehl, Nüsse, Obst, Gemüse und weitgehend Naturbelassenes wie nicht raffiniertes Salz, Vollrohrzucker, Agavensirup, Ahornsirup und Palmzucker oder -sirup.

Mineralstoffräuber

In weißem Mehl und weißem Haushaltszucker sind kaum mehr Mineralstoffe und Vitamine vorhanden. Deswegen bezeichnet man sie auch als Vitamin- und Mineralienräuber. Weißes Mehl und weißer Zucker benötigen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine zur Verstoffwechslung. Deshalb rauben sie diese Stoffe aus den vorhandenen Reserven im Körper. Sie ziehen sie aus den Knochen, Organen und dem Gewebe ab. So kommt es langfristig zu den sogenannten ernährungsbedingten Krankheiten. Diese sind auf Mangelerscheinungen von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen in bestimmten Körperteilen und bei bestimmten Stoffwechselvorgängen zurückzuführen.

Teamwork von Mineralien und Vitaminen

Ein einziges Mineral kann im Körper nichts bewegen. Es benötigt immer das Zusammenspiel von anderen lebensnotwendigen Mineralien, Vitaminen und Vitalstoffen. Nur dann läuft der Stoffwechsel optimal. Zum Beispiel verbessert sich die Eisenaufnahme im Körper deutlich, wenn genügend Vitamin C vorhanden ist. Neera-Baumsirup enthält sowohl Eisen wie auch Vitamin C. In reinen Ahornsirup ist z.B. kein Vitamin C vorhanden.

Neera-Baumsirup ist eine Mischung aus eingedickten Saft von Palmen und Ahornbäumen. Er enthält eine große Bandbreite von Mineralien und Spurenelementen. Ganz besonders ist Neera reich an Mangan. Bei einem empfohlenen Tagesverbrauch von 140 ml Neera-Baumsirup führen wir dem Körper rund 0,9 mg des Spurenelements Mangans zu.

Mangan – Baustein von mehr als 60 Enzymen

Mangan spielt als Baustein von mehr als 60 Enzymen eine große Rolle. Die Enzyme, die Mangan beinhalten, sind am Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel beteiligt, am Abbau von Eiweißbausteinen, an der Herstellung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse, am Aufbau von Knochen- und Knorpelgewebe, an der Herstellung der Schilddrüsenhormone und Sexualhormone, an der Fruchtbarkeit und an der Blutgerinnung.

Fehlt Mangan im Körper, kann dies zu Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Wachstumsstörungen mit Wachstumsverzögerungen und Fehlbildungen von Knochen und Skelett, zu einer Dichteabnahme des Knochens mit vermehrter Brüchigkeit sowie verminderter Fruchtbarkeit bis Unfruchtbarkeit führen.

Eine zu hohe Zufuhr von beispielsweise Kalzium, Eisen, Phosphat und Zink in Form von Tabletten kann zu einem Manganmangel führen. Denn diese Stoffe wetteifern untereinander um die Aufnahme aus der Nahrung in den Körper. Deswegen ist es so wichtig Mineralien nie ohne ärztliche Beratung isoliert in Tablettenform zu sich zu nehmen. Das Sicherste ist, sie in ihrem natürlichen Verbund mit anderen Stoffen zuzuführen, und der Vielfalt wie sie in naturbelassenen Nahrungsmitteln wie Vollkornmehl aber auch Neera-Baumsirup vorkommen. So kommt es in der Regel zu keinem Mineralstoffmangel im Körper.

Körperreserven für jeden Mineralstoff

Im Körper eines erwachsenen Menschen sind etwa 10 bis 20 Milligramm Mangan gespeichert, das meiste davon in den Knochen. Für jeden Mineralstoff, jedes Spurenelement und Vitamin wird im Körper ein Speicher angelegt, damit die Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper in Zeiten ohne Nahrungszufuhr – zum Beispiel wie beim Fasten – problemlos ablaufen können. Die Speicher sind aber nur voll, wenn man meist vollwertige, naturbelassene Nahrungsmittel isst. Der Körper kann zum Beispiel bis zu 5000 mg Vitamin C speichern. Bei dem von Wissenschaftlern errechneten Tagesbedarf von 80 mg gingen die Vitamin-C-Reserven von 5000 mg erst nach über 60 Tagen zu Ende.

Da der menschliche Körper nur für rund zwei Monate Vitamin-C-Vorräte anlegen kann, sind im 15. bis 17. Jahrhundert Seefahrer an der Vitamin-C-Mangelerkrankung Skorbut gestorben. Als zu Beginn des 18. Jahrhundert Seeleute auf mehrwöchigen Reisen Zitrusfrüchte mit an Bord nahmen, starb auf diesen Schiffen niemand.

Quellenangaben: